MI6 Bedeutung und Bewerbung

Was MI6 ist, worin sich MI5 und MI6 unterscheiden, warum es kein MI7 gibt, und welche Tests SIS im Auswahlverfahren wirklich nennt.

Veröffentlicht · Aktualisiert

MI6 ist der Auslandsnachrichtendienst des Vereinigten Königreichs. Sein amtlicher Name ist Secret Intelligence Service, abgekürzt SIS; der Dienst selbst beschreibt sich als "SIS, the UK's Secret Intelligence Service, better known as MI6". Er beschafft Informationen über Personen außerhalb des Vereinigten Königreichs und untersteht dem britischen Außenminister, dem Foreign Secretary. MI5 ist dagegen der Inlandsdienst und untersteht dem Innenminister. Einen britischen Dienst namens MI7 gibt es heute nicht.

Was ist MI6

SIS zitiert seinen gesetzlichen Auftrag aus dem Intelligence Services Act 1994. Danach soll der Dienst Informationen über die Handlungen oder Absichten von Personen außerhalb des Vereinigten Königreichs beschaffen und bereitstellen. Der Auftrag ist auf drei Zwecke begrenzt: die nationale Sicherheit, das wirtschaftliche Wohlergehen des Vereinigten Königreichs sowie die Verhütung und Aufklärung schwerer Straftaten.

Derselbe Act war zugleich die erste öffentliche Bestätigung, dass MI6 und GCHQ überhaupt existieren. SIS schreibt dazu, die eigene Existenz sei bis 1994 öffentlich nicht bestätigt worden. Wer also fragt, ob es MI6 wirklich gibt: ja, und seit 1994 auch amtlich.

MI5 beschreibt die Aufteilung aus der anderen Richtung. Der Inlandsdienst schützt das Vereinigte Königreich vor Bedrohungen der nationalen Sicherheit und arbeitet dabei mit den übrigen Diensten des Landes zusammen, mit SIS und GCHQ.

Wofür steht die Abkürzung MI6

Hier ist Vorsicht angebracht, denn im Netz steht viel Selbstsicheres, das SIS selbst nirgends schreibt.

Belegt ist die Namensgeschichte nur für MI5: Der Inlandsdienst wurde 1916 zur Abteilung 5 des Directorate of Military Intelligence und war damit erstmals als MI5 bekannt. Für MI6 fehlt eine solche Erklärung auf der SIS-Website. SIS nennt als frühere Bezeichnungen unter anderem Foreign Intelligence Service, Secret Service, MI1(c) und Special Intelligence Service und schreibt, dass um 1920 der Titel Secret Intelligence Service angenommen wurde.

Die ehrliche Antwort lautet deshalb: Der amtliche Name ist Secret Intelligence Service. MI6 ist der geläufige Name, den der Dienst inzwischen selbst verwendet. Die Lesart "Military Intelligence, Section 6" liegt in Analogie zu MI5 nahe, wird von SIS aber an keiner Stelle bestätigt.

Unterschied zwischen MI5 MI6 und MI7

Die Unterscheidung ist in drei Punkten erledigt und wird trotzdem ständig falsch wiedergegeben.

  • MI6 (SIS) arbeitet nach außen. Der Dienst beschafft Informationen über Personen außerhalb des Vereinigten Königreichs und untersteht dem Foreign Secretary.
  • MI5 arbeitet nach innen. MI5 beschreibt seine Aufgabe damit, das Vereinigte Königreich vor Bedrohungen der nationalen Sicherheit zu schützen, und untersteht dem Home Secretary.
  • MI7 existiert heute nicht. Weder SIS noch MI5 führen einen Dienst dieses Namens. Historisch war MI7 eine militärische Abteilung für Presse, Propaganda und Zensur in den beiden Weltkriegen; sie ist seit Langem aufgelöst. Wer nach dem Unterschied zwischen MI5, MI6 und MI7 sucht, sucht also zu einem Drittel nach einer Behörde, die es nicht mehr gibt.

Beide heutigen Dienste haben denselben Ursprung. Das im Juli 1909 gegründete Secret Service Bureau wurde in eine Home Section und eine Foreign Section geteilt, die heute als MI5 und MI6 bekannt sind. Mansfield Cumming leitete die Foreign Section und unterzeichnete mit "C". Seither trägt jede Leitung von MI6 dieses Kürzel.

Praktisch wichtig für Bewerber: MI5 und MI6 sind getrennte Arbeitgeber mit getrennten Verfahren. Eine Bewerbung bei MI6 ist keine Bewerbung bei MI5.

MI6 Bewerbungsprozess

Es gibt kein einheitliches MI6-Bewerbungsverfahren. SIS veröffentlicht für jede Laufbahn eine eigene Stufenliste, und die Listen sind unterschiedlich lang: elf Stufen für Intelligence Officers, sieben für Technologists, sechs für Business Support Officers, sieben für Language Specialists und sieben für Corporate, Trades and Services. Auf vier der fünf Seiten steht derselbe Satz: Nach jeder Stufe prüft SIS die Eignung, bevor es weitergeht.

Die erste Frage ist deshalb nicht, wie viele Stufen es gibt, sondern für welche Laufbahn Sie sich bewerben.

Laufbahnen bei MI6

SIS führt im Karrierebereich fünf Laufbahnen mit veröffentlichtem Verfahren und daneben einen Zugang für erfahrene Bewerber:

  • Intelligence Officers
  • Technologists
  • Business Support Officers
  • Language Specialists
  • Corporate, Trades and Services

Die Tätigkeit der Intelligence Officers gliedert sich noch einmal in vier Bereiche: Case Officers, Operational Managers, Targeters und Reports Officers. Die Ausbildung ist laut SIS auf die Rolle des Case Officer ausgerichtet. Zum Zugang für erfahrene Bewerber veröffentlicht SIS keine Stufenliste, die wir zitieren könnten, deshalb beschreiben wir auch keine.

Die elf Stufen für Intelligence Officers

SIS schreibt, das Verfahren sei anspruchsvoll und die Zeit von der Bewerbung bis zum Eintritt könne über zwölf Monate betragen.

  1. Online registrieren.
  2. Eine kurze Vorprüfung der Berechtigung ausfüllen.
  3. Einen Online-Test zum situativen Urteilsvermögen absolvieren.
  4. Ein ausführliches Bewerbungsformular mit szenariobasierten Fragen ausfüllen.
  5. Eine Online-Übung zu Analyse und Berichterstattung absolvieren.
  6. Einen Online-Drogentest absolvieren.
  7. An einem virtuellen Interview mit Rollenspiel teilnehmen.
  8. An einem zweitägigen Assessment-Center in London teilnehmen.
  9. Ein bedingtes Jobangebot erhalten, abhängig vom Bestehen der Sicherheitsüberprüfung.
  10. Die Sicherheitsüberprüfung durchlaufen. SIS nennt dafür rund sechs Monate und weist darauf hin, dass eine Freigabe nicht sicher ist.
  11. Das formelle Jobangebot erhalten.

Die anderen vier Laufbahnen

  • Technologists, sieben Stufen: Registrierung, Online-Bewerbungsformular, je nach Rolle ein Online-Test, eintägiges Assessment-Center, bedingtes Angebot, Sicherheitsüberprüfung, formelles Angebot.
  • Business Support Officers, sechs Stufen: Registrierung, Online-Bewerbungsformular, zwei Online-Tests, bedingtes Angebot, Sicherheitsüberprüfung, formelles Angebot. Ohne Assessment-Center.
  • Language Specialists, sieben Stufen: Registrierung, Online-Bewerbungsformular, ein Sprachtesttag, eintägiges Assessment-Center, bedingtes Angebot, Sicherheitsüberprüfung, formelles Angebot.
  • Corporate, Trades and Services, sieben Stufen: Registrierung, Online-Bewerbungsformular, je nach Rolle ein Fachinterview, eintägiges Assessment-Center, bedingtes Angebot, Sicherheitsüberprüfung, formelles Angebot. Ohne Online-Test.

Wie lange das Verfahren dauert

SIS nennt drei Zahlen, die nicht zueinander passen. Wir entscheiden das nicht, sondern nennen jede mit ihrem Bezug:

  • Rund sechs Monate allein für die Sicherheitsüberprüfung. Diese Angabe steht auf allen fünf Laufbahnseiten, zusammen mit dem Hinweis, dass eine Freigabe nicht sicher ist.
  • Neun bis zwölf Monate für den gesamten Überprüfungsprozess, nach der FAQ-Seite von SIS.
  • Über zwölf Monate von der Bewerbung bis zum Eintritt, speziell für Intelligence Officers.

Kündigen Sie nichts, bevor das formelle Angebot vorliegt. Es ist die elfte Stufe, nicht die neunte.

MI6 Tests und Auswahlverfahren

SIS nennt seine Online-Prüfungen ausschließlich als Verfahrensstufen. Der Dienst nennt keinen Testanbieter, keine Dauer, keine Fragenzahl, keinen Aufbau und keine Bewertungsregel. Wer Ihnen eine Minutenangabe für einen MI6-Test verspricht, hat sie erfunden.

Diese Online-Stufen nennt SIS:

  • Für Intelligence Officers einen Online-Test zum situativen Urteilsvermögen. Die einzige Beschreibung dazu lautet, dass hypothetische arbeitsbezogene Szenarien vorgelegt werden und mögliche Reaktionen zu beurteilen sind. Später folgt eine Online-Übung zu Analyse und Berichterstattung, die SIS gar nicht beschreibt.
  • Für Business Support Officers zwei Online-Tests, ohne jede weitere Angabe.
  • Für Technologists je nach Rolle möglicherweise einen Online-Test.
  • Für Language Specialists keinen Online-Test, sondern einen Sprachtesttag.
  • Für Corporate, Trades and Services überhaupt keinen Online-Test.

Ein Test zum situativen Urteilsvermögen stellt eine kurze Arbeitssituation dar und verlangt eine Bewertung möglicher Reaktionen, üblicherweise entweder als Einschätzung der Wirksamkeit einer einzelnen Reaktion oder als Rangfolge mehrerer Reaktionen. Welche der beiden Varianten SIS einsetzt, steht nirgends. Übungen zur situativen Beurteilung helfen deshalb vor allem dabei, Szenarien schnell zu erfassen und Reaktionen an ihren Folgen zu messen statt an ihren guten Absichten.

Zur Online-Übung zu Analyse und Berichterstattung lässt sich am wenigsten sagen, weil SIS über den Namen hinaus nichts veröffentlicht. Wer allgemein trainieren möchte, arbeitet mit verbalem Denken und numerischem Denken an den Fähigkeiten, die der Name nahelegt. Das ist allgemeine Vorbereitung und nicht die MI6-Übung.

Was SIS zur Vorbereitung sagt

SIS empfiehlt keine Vorbereitungsmaterialien und rät auch nicht davon ab. Der Dienst äußert sich dazu schlicht nicht. Wer mit einer angeblichen Empfehlung von MI6 wirbt, hat sie sich ausgedacht.

Eine harte Regel veröffentlicht SIS allerdings. Die Online-Teststufe muss ohne KI und ohne jede andere Hilfe Dritter absolviert werden, und dasselbe Verbot gilt für Interviews, automatisierte Videointerviews, schriftliche Übungen und Assessment-Center. Die Vorbereitung davor bewertet SIS anders: Der Einsatz von KI beim vorherigen Üben möglicher Interviewantworten sei völlig freiwillig und werde nicht erwartet. Über die eigene Auswahl schreibt SIS, dass sie ohne KI getroffen wird. Die Regeln stehen auf der SIS-Website.

Interview und Assessment-Center

SIS führt kompetenzbasierte Interviews und beschreibt das Format genau: Ein kompetenzbasiertes Interview ist zeitlich begrenzt und strukturiert, es beruht auf neun Kompetenzen in drei Themenfeldern (Future, People, Delivery), und pro Frage sind etwa fünf bis zehn Minuten vorgesehen. Zugleich sagt SIS offen, dass es vorher nicht verrät, welche Kompetenzen im Interview geprüft werden. Für die Antworten empfiehlt der Dienst die Struktur STAR-L: Situation, Task, Action, Result, Learning.

Die Präsenzstufen unterscheiden sich nach Laufbahn. Intelligence Officers durchlaufen ein virtuelles Interview mit Rollenspiel und danach ein zweitägiges Assessment-Center in London, das SIS als anspruchsvolle, szenariobasierte Übungsreihe zur Nachbildung der verschiedenen IO-Rollen beschreibt. Technologists, Language Specialists sowie Corporate, Trades and Services besuchen ein eintägiges Assessment-Center. Business Support Officers besuchen keines.

Voraussetzungen und Sicherheitsüberprüfung

  • Staatsangehörigkeit: Sie müssen britischer Staatsbürger sein.
  • Doppelte Staatsbürgerschaft ist zulässig. SIS schreibt, dass bei doppelter Staatsangehörigkeit eine Komponente britisch sein muss. Eine Anforderung, mindestens einen britischen Elternteil zu haben, gibt es nicht. Auch eine Pflicht, einen zweiten Pass abzugeben, steht nirgends auf der SIS-Website.
  • Alter: Bewerbungen sind ab 17 Jahren möglich, der Eintritt frühestens mit 18.
  • Aufenthalt: sieben der vergangenen zehn Jahre im Vereinigten Königreich. Auslandsstudium sowie Auslandsverwendungen bei den Streitkräften oder im diplomatischen Dienst zählen dabei als Aufenthalt im Vereinigten Königreich.
  • Abschluss: für Intelligence Officers mindestens ein Abschluss der Note 2:2 in einem beliebigen Fach. Das ist keine allgemeine Anforderung für alle Laufbahnen.
  • Drogen: Für alle Beschäftigten und Auftragnehmer gilt eine Null-Drogen-Politik, und zwar ab dem Zeitpunkt der Bewerbung. Früherer Konsum ist kein automatischer Ausschluss, SIS verlangt aber Offenheit während der Sicherheitsüberprüfung und behält sich Tests vor, wenn die Bewerbung fortschreitet.

Developed Vetting

Jedes Angebot steht unter dem Vorbehalt der Sicherheitsüberprüfung. SIS verlangt die höchste Freigabestufe, das Developed Vetting, das nach eigener Darstellung jede Person in der britischen Nachrichtendienstgemeinschaft durchläuft. Dazu gehören ausführliche Fragebögen, vorab benannte Referenzpersonen und ein Gespräch über Familie, Freunde, Finanzen, Gesundheit, Beziehungen und Lebensstil.

Drei Punkte, die SIS veröffentlicht und die oft falsch wiedergegeben werden:

  • Kontakte zu ausländischen Staatsangehörigen schließen ein Developed Vetting nicht aus.
  • Bei einer erfolglosen Überprüfung gibt es keine Rückmeldung zu den Gründen.
  • Ein bestehendes Developed Vetting aus einer anderen Behörde kann das Verfahren verkürzen, ersetzt es aber nicht.

Developed Vetting ist eine Stufe in einem nationalen Schema. UK Security Vetting führt auf gov.uk diese Stufen: Baseline Personnel Security Standard, Accreditation Check, Counter Terrorist Check, Security Check, Enhanced Security Check, Developed Vetting, die Erneuerung des Developed Vetting sowie das Enhanced Developed Vetting, das laut UK Security Vetting nur für eine sehr kleine Zahl festgelegter Stellen verlangt wird. Der Baseline Personnel Security Standard ist dabei ein Standard für die Einstellungsprüfung und keine Freigabestufe im engeren Sinn.

Reisen

SIS rät während einer Bewerbung ausdrücklich davon ab, neue Reisen nach Russland, Belarus, China einschließlich Hongkong, Nordkorea oder Iran zu buchen, und weist darauf hin, dass Reisen in diese oder durch diese Länder das Ergebnis der Sicherheitsüberprüfung beeinflussen können.

Bewerbung aus Deutschland

Wer von Deutschland aus sucht, stößt schnell auf eine unbequeme Antwort. MI6 stellt britische Staatsbürger ein, verlangt sieben der vergangenen zehn Jahre Aufenthalt im Vereinigten Königreich und schreibt außerdem, dass die Bewerbung nur aus dem Vereinigten Königreich heraus gestartet werden soll. Eine Bewerbung aus dem Ausland beeinträchtigt nach Angaben von SIS die Bearbeitung.

Ein Auslandsstudium und Auslandsverwendungen bei den Streitkräften oder im diplomatischen Dienst zählen als Aufenthalt im Vereinigten Königreich. Ein längerer Aufenthalt in Deutschland aus anderen Gründen zählt nicht.

Zu Standorten oder Tätigkeiten von MI6 in einzelnen Ländern veröffentlicht SIS nichts, und wir geben hier nichts wieder, was sich nicht beim Dienst selbst nachlesen lässt.

Agent oder Officer und was MI6 zum Gehalt sagt

Deutsche Texte sprechen fast durchgehend von "MI6-Agenten". Nach der eigenen Definition des Dienstes ist das falsch. Beschäftigte von MI6 sind Officers. Als Agenten bezeichnet SIS die Personen, die Intelligence Officers als Quellen anwerben: IOs arbeiten im Vereinigten Königreich und im Ausland daran, Menschen zu gewinnen und zu führen, die an geheime Informationen kommen, und genau diese Menschen nennt SIS Agenten. Wer also "MI6 Agent" sucht und eine Anstellung meint, sucht in Wahrheit die Laufbahn des Intelligence Officer.

Damit ist auch die Frage nach dem Gehalt eines MI6-Agenten schief gestellt, denn eine angeworbene Quelle steht in keinem Anstellungsverhältnis.

Zum Verdienst der Beschäftigten nennen wir hier bewusst keine Zahl. Auf den öffentlich zugänglichen Karriereseiten von SIS steht keine Gehaltstabelle, und jede kursierende Zahl stammt aus dritter Hand. Verbindlich ist allein, was in der konkreten Stellenausschreibung von SIS steht.

Was SIS dagegen offen sagt, betrifft die Rolle selbst. Es geht um Beziehungen zu Menschen, um Technik und um kritisches Denken, nicht darum, aus Hubschraubern zu springen. Fitnessanforderungen für den Eintritt gibt es nicht, und die Mehrheit der Intelligence Officers ist nicht an Schusswaffen ausgebildet. Zur Bond-Frage hat SIS eine eigene Antwort: James Bond sei eine großartige Figur, aber kein guter MI6-Teamkollege.

An der Spitze steht seit Juni 2025 Blaise Metreweli CMG als 18. Chief des Dienstes, zuvor Director General Technology and Innovation. Die Leitung von MI6 trägt traditionell das Kürzel 'C', nicht 'M'.

Tipps für eine Einstellung bei MI6

1. Zuerst die Voraussetzungen prüfen

Britische Staatsbürgerschaft, sieben der letzten zehn Jahre Aufenthalt im Vereinigten Königreich, Start der Bewerbung aus dem Vereinigten Königreich. Doppelte Staatsbürgerschaft ist zulässig, solange eine Komponente britisch ist. Wer eine dieser Bedingungen nicht erfüllt, ändert daran mit Vorbereitung nichts.

2. Die eine Testform üben, die SIS benennt

Situatives Urteilsvermögen ist der einzige Testtyp, den SIS beim Namen nennt, und er steht als nummerierte Stufe im Verfahren. Üben Sie, Szenarien schnell zu erfassen und Reaktionen an ihren Folgen zu bewerten.

3. Kompetenzfragen mit STAR-L vorbereiten

Bereiten Sie fünf oder sechs tragfähige Beispiele vor, die sich auf mehrere Kompetenzen wenden lassen, statt neun Einzelantworten. Der Lernteil am Schluss ist der, den die meisten weglassen, und genau er macht aus einer Erzählung einen Beleg für Urteilsvermögen.

4. Die Bewerbung selbst schützen

SIS empfiehlt eine separate E-Mail-Adresse ohne erkennbare persönliche Merkmale und bittet darum, die Bewerbung mit niemandem außer einem Partner oder einem engen Familienmitglied zu besprechen, keinesfalls in sozialen Netzwerken. Auch die Reisehinweise gehören dazu.

5. Mit langen Fristen planen

Allein die Sicherheitsüberprüfung dauert rund sechs Monate, bei Intelligence Officers kann der gesamte Weg über ein Jahr dauern. Halten Sie Ihre Referenzpersonen auf dem Laufenden und rechnen Sie mit Pausen zwischen den Stufen.

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MI6 Bedeutung und Bewerbung FAQs

Was ist der Unterschied zwischen MI5, MI6 und MI7?

MI6 ist der Auslandsnachrichtendienst des Vereinigten Königreichs, amtlich Secret Intelligence Service, und untersteht dem Foreign Secretary. MI5 ist der Inlandsdienst, schützt nach eigener Beschreibung das Vereinigte Königreich vor Bedrohungen der nationalen Sicherheit und untersteht dem Home Secretary.

MI7 existiert heute nicht. Weder SIS noch MI5 führen einen Dienst dieses Namens. Historisch war MI7 eine militärische Abteilung für Presse, Propaganda und Zensur in den beiden Weltkriegen und ist seit Langem aufgelöst.

Wofür steht die Abkürzung MI6?

Der amtliche Name ist Secret Intelligence Service. MI6 ist der geläufige Name, den der Dienst inzwischen selbst verwendet.

Belegt ist die Herkunft der Abkürzung nur für MI5, das 1916 zur Abteilung 5 des Directorate of Military Intelligence wurde. Für MI6 gibt SIS keine solche Erklärung; die eigene Namensliste nennt frühere Bezeichnungen wie MI1(c) und Special Intelligence Service und datiert die Annahme des Titels Secret Intelligence Service auf etwa 1920.

Welche Tests setzt MI6 im Auswahlverfahren ein?

SIS nennt für Intelligence Officers einen Online-Test zum situativen Urteilsvermögen als dritte von elf Stufen und später eine Online-Übung zu Analyse und Berichterstattung. Business Support Officers absolvieren zwei Online-Tests, Technologists je nach Rolle möglicherweise einen.

Einen Testanbieter, eine Dauer, eine Fragenzahl oder eine Bestehensgrenze veröffentlicht SIS für keinen dieser Tests.

Kann man sich aus Deutschland bei MI6 bewerben?

Nur unter engen Bedingungen. SIS verlangt die britische Staatsbürgerschaft, einen Aufenthalt von sieben der vergangenen zehn Jahre im Vereinigten Königreich und schreibt, dass die Bewerbung nur aus dem Vereinigten Königreich heraus gestartet werden soll.

Ein Auslandsstudium sowie Auslandsverwendungen bei den Streitkräften oder im diplomatischen Dienst zählen dabei als Aufenthalt im Vereinigten Königreich.

Was verdient man als MI6-Agent?

Die Frage geht von einem falschen Begriff aus. Nach der Definition von SIS sind Beschäftigte Officers; als Agenten bezeichnet der Dienst die Personen, die Intelligence Officers als Quellen anwerben, und die stehen in keinem Anstellungsverhältnis.

Für die Beschäftigten nennen wir bewusst keine Zahl. Auf den öffentlich zugänglichen Karriereseiten von SIS steht keine Gehaltstabelle, und verbindlich ist allein die jeweilige Stellenausschreibung des Dienstes.